Eine eigene Sternwarte ist sicher der Traum eines jeden ambitionierten Hobby-Astronomen. Der Vorteil das Teleskop an einem Ort fix aufgebaut zu wissen hat Vorteile, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte. Leider hat man als Hobby-Astronom nicht immer die Möglichkeit dies für sich zu realisieren, sei es aus Platzgründen, oder aus schlechten Lichtverhältnissen am Wohnort. So erging es auch mir viele Jahre lang, seit dem ich in der Schule vom Astronomie-Virus befallen wurde. So pilgerte ich mit dem gesamten Equipment zu einem entfernten Beobachtungsplatz. Allerdings wurde die Ausrüstung mit der Zeit immer schwerer und die Anzahl an diversen Zubehörteilen wuchs. Nebst der Astrophotographie kam in den letzten Jahren auch noch die Spektroskopie zu meinen astronomischen Betätigungsfeldern dazu. Damit kam vor allem viel technisches Gerät dazu, welche alle natürlich mit einem Kabel verbunden sein wollen und zu guter Letzt auch noch mit einem Laptop gesteuert werden müssen – der Kabelsalat ist da schon vorprogrammiert. Leider ist die Stromversorgung dabei oft ein limitierender Faktor, vor allem im Winter wenn die tiefen Temperaturen sehr an der Akkuleistung zehren.
Die Vorteile eines mobilen Aufbaus sind sicher, dass man Beobachtungsplätze mit guten Seeing-Bedingungen erreichen kann. Allerdings sind dann oft lange Anfahrzeiten in Kauf zu nehmen. Die für mich größten Nachteile liegen aber darin, dass man die wertvolle Beobachtungszeit zunächst mit dem Aufbauen des Teleskops samt Equipment und dem für die Astrophotographie wichtigen Einnorden bzw. Einscheinern verbringen muss. Wenn dann auch noch das Kalibrieren des Auto-Guidings nicht auf Anhieb klappt, bleibt für die eigentliche Beobachtungszeit meist nicht mehr viel übrig. Dieser Aufwand hat mich als berufstätiger Mensch oft zurückgehalten spontan am Abend in der Arbeitswoche loszufahren. Leider ging es so eigentlich nur bei sehr guten Wetteraussichten am Wochenende los.
Mit dem Umzug ins ländliche Züricher Oberland rückte die Möglichkeit einen fixen Beobachtungsplatz einzurichten in greifbare Nähe. Mein Beobachtungsplatz liegt zwar im Dorfkern, aber eine angrenzende Weide verspricht eine gute Ost, Süd und West Sicht. Das Seeing ist zwar nicht mit einem Gebirgspass zu vergleichen, aber einen Beobachtungsplatz im eigenen Garten zu haben hat für mich überwiegende Vorteile. In ein paar Schritten ist man am Beobachtungsplatz und da das Teleskop bereits eingerichtet ist, kann man sofort loslegen.
Für mich war klar, dass die Kuppel nicht im Hausdach integriert, sondern der Standort im Garten eingerichtet werden soll. Nur dort liegt das Teleskop außerhalb der aufsteigenden Luftmassen des Hauses und das Teleskop ist quasi thermisch bereits auf Außentemperatur aklimatisiert. Ich hatte zwar zunächst daran gedacht ein klassisches Gartenhaus mit Schiebedach aufzustellen, aber neben dem nicht zu unterschätzenden Platzbedarf kann ein Gartenhaus einfach nicht mit den Vorzügen einer guten Kuppel gleichziehen:
Inzwischen ist das Teleskop in die neue Behausung eingezogen und es macht mir immer wieder eine große Freude die Sternwarte in Betrieb zu nehmen. Egal ob kalte Winternächte oder warme Sommerabende – auf die Kuppel kann man sich verlassen. In den Zeiten zwischen den Beobachtungsnächten wird die Optik samt Elektronik egal welches Wetter auch herrscht optimal geschützt Die Kuppel ist recht gut abgedichtet – da muss ich mir selbst bei starken Sommergewittern keine Sorge machen. Mit Unterstützung eines Entfeuchters kann ein gutes Klima in der Sternwarte erreicht werden. So werden auch die Elektronik und die Steckkontakte optimal vor Korrosion geschützt.
Den Entscheid einer elektrischen Steuerung der Azimutausrichtung des Kuppeldachs möchte ich inzwischen nicht mehr missen. So wird die Kuppelposition mit der Orientierung des Teleskops synchronisiert. Der mitgelieferte ASCOM Treiber für die Baaderkuppel läuft störungsfrei. Auf diese Weise wird der Kuppelschlitz immer optimal mit der Teleskoporientierung nachgeführt, so dass gerade bei Langzeitbelichtungen ein manuelles Nachführen der Kuppel entfällt. Die Encoderlösung um die Orientierung des Kuppeldachs zu bestimmen funktioniert selbst bei tiefen Wintertemperaturen zuverlässig. So findet seitdem immer öfter in meinem Garten folgender Ablauf statt:
Die Vorteile eines mobilen Aufbaus sind sicher, dass man Beobachtungsplätze mit guten Seeing-Bedingungen erreichen kann. Allerdings sind dann oft lange Anfahrzeiten in Kauf zu nehmen. Die für mich größten Nachteile liegen aber darin, dass man die wertvolle Beobachtungszeit zunächst mit dem Aufbauen des Teleskops samt Equipment und dem für die Astrophotographie wichtigen Einnorden bzw. Einscheinern verbringen muss. Wenn dann auch noch das Kalibrieren des Auto-Guidings nicht auf Anhieb klappt, bleibt für die eigentliche Beobachtungszeit meist nicht mehr viel übrig. Dieser Aufwand hat mich als berufstätiger Mensch oft zurückgehalten spontan am Abend in der Arbeitswoche loszufahren. Leider ging es so eigentlich nur bei sehr guten Wetteraussichten am Wochenende los.
Mit dem Umzug ins ländliche Züricher Oberland rückte die Möglichkeit einen fixen Beobachtungsplatz einzurichten in greifbare Nähe. Mein Beobachtungsplatz liegt zwar im Dorfkern, aber eine angrenzende Weide verspricht eine gute Ost, Süd und West Sicht. Das Seeing ist zwar nicht mit einem Gebirgspass zu vergleichen, aber einen Beobachtungsplatz im eigenen Garten zu haben hat für mich überwiegende Vorteile. In ein paar Schritten ist man am Beobachtungsplatz und da das Teleskop bereits eingerichtet ist, kann man sofort loslegen.
Für mich war klar, dass die Kuppel nicht im Hausdach integriert, sondern der Standort im Garten eingerichtet werden soll. Nur dort liegt das Teleskop außerhalb der aufsteigenden Luftmassen des Hauses und das Teleskop ist quasi thermisch bereits auf Außentemperatur aklimatisiert. Ich hatte zwar zunächst daran gedacht ein klassisches Gartenhaus mit Schiebedach aufzustellen, aber neben dem nicht zu unterschätzenden Platzbedarf kann ein Gartenhaus einfach nicht mit den Vorzügen einer guten Kuppel gleichziehen:
- Guter Lichtschutz, besonders vor den Straßenlampen der Dorfstraße
- Optimaler Windschutz
- Schutz vor Taubildung an den Optiken
- Schutz vor Wind und Wetter über die Jahreszeiten hinweg. Gerade die Elektronik und Steckkontakte können unter feuchten Bedingungen leicht korrodieren. Immerhin ist das Teleskops nun ständig außerhalb der Wohnung aufgebaut.
Inzwischen ist das Teleskop in die neue Behausung eingezogen und es macht mir immer wieder eine große Freude die Sternwarte in Betrieb zu nehmen. Egal ob kalte Winternächte oder warme Sommerabende – auf die Kuppel kann man sich verlassen. In den Zeiten zwischen den Beobachtungsnächten wird die Optik samt Elektronik egal welches Wetter auch herrscht optimal geschützt Die Kuppel ist recht gut abgedichtet – da muss ich mir selbst bei starken Sommergewittern keine Sorge machen. Mit Unterstützung eines Entfeuchters kann ein gutes Klima in der Sternwarte erreicht werden. So werden auch die Elektronik und die Steckkontakte optimal vor Korrosion geschützt.
Den Entscheid einer elektrischen Steuerung der Azimutausrichtung des Kuppeldachs möchte ich inzwischen nicht mehr missen. So wird die Kuppelposition mit der Orientierung des Teleskops synchronisiert. Der mitgelieferte ASCOM Treiber für die Baaderkuppel läuft störungsfrei. Auf diese Weise wird der Kuppelschlitz immer optimal mit der Teleskoporientierung nachgeführt, so dass gerade bei Langzeitbelichtungen ein manuelles Nachführen der Kuppel entfällt. Die Encoderlösung um die Orientierung des Kuppeldachs zu bestimmen funktioniert selbst bei tiefen Wintertemperaturen zuverlässig. So findet seitdem immer öfter in meinem Garten folgender Ablauf statt:
- Öffnen des Kuppeltors.
- Hauptstrom einschalten.
- Montierung einschalten.
- Starten des Laptops für die Teleskop, Kamera und Kuppelsteuerung. Da alle Geräte fest eingerichtet sind, reicht lediglich ein USB Kabel um das Teleskopsystem mit dem PC zu verbinden.
- Starten der Planetarium-Software und des „Dome Controllers“.
- Beobachtungsobjekt auswählen und GoTo starten.
- Teleskop und Kuppel richten sich automatisch auf das gewünschte Objekt aus.
- Kamera und Guiding starten.
- Fertig











